Barcode-Typen und ihre Verwendung

October 5, 2018

Barcodes gibt es seit über 50 Jahren und es ist kein Ende in Sicht. Damals haben die Codes durch die Verwendung von UPC– und EAN-Codes auf Produkten an Bedeutung gewonnen und so beispielsweise die Kundenabwicklung an Supermarkt-Kassen um ein Vielfaches beschleunigt. Seitdem wurden viele verschiedene Arten von Barcodes entwickelt.

Vor einigen Jahren mussten noch teure Hardware-Scanner verwenden werden, die ausschließlich auf der Software des eigenen Anbieters basierten. Die Verwendung spezialisierter Hardware und die daraus resultierenden Nutzungseinschränkungen sind nun auf Grund der breiten Verfügbarkeit von Smartphones und Tablets, sowie ihrer hohen Akzeptanz in der Industrie überholt. Eine beliebtes Beispiel sind Smartphone-basierte Lösungen, bei denen ein so genanntes Barcode SDK in eine bestehende App integriert wird. Durch dieses Barcode Scanner SDK ermöglichen Sie ihren Nutzern hoch qualitatives, zuverlässiges und schnelles Scannen diverser Barcodes in Ihrer bestehenden App.

Welches ist das bekannteste Barcode-Format?

Die am häufigsten genutzte Barcode-Formate sind EAN-8, EAN-13 und UPS, welche sich auf den verschiedensten Produkten im Einzelhandel finden lassen. Technisch gesehen handelt es sich hierbei um lineare Barcodes mit verschieden breiten Linien.

Eindimensionale (1D) oder lineare Barcodes

Different types of linear barcodes

1D Barcodes gehören zu den häufigsten Arten von Barcodes. Sie begegnen Ihnen daher auch häufig im Alltag. Beispielsweise werden 1D Barcodes grundsätzlich für jedes Produkt verwendet, das Sie in Form eines UPC (Univeral Product Code) oder EAN (European Article Numbering) kaufen.

Eindimensionale Barcodes können nur eine sehr begrenzte Menge an Daten enthalten. Da sie mit häufig genutzten optischen Laserscannern erkannt werden können, sind sie nach wie vor weit verbreitet. Doch das ändert sich schnell durch mobile Scanlösungen, die mit einem SDK in jeder App viele Arten von Barcodes lesen können.

Code 25

Code-25

Code 25 Barcodes enthalten Zahlen, die jeweils mit fünf Zeilen codiert sind. Sie haben keine feste Länge. Da es jedoch nur zwei verschiedene Varianten einer Linie gibt (schmal, breit oder groß, kurz), können nicht viele Daten gespeichert werden.

Code 128

Code-128 Example

Der Code 128 Barcode kann alphanumerische Zeichen basierend auf dem ASCII-Standard speichern. Er ist in der ISO-Norm ISO / IEC 15417: 2007 definiert und auch aus den Standards GS1-128, UCC-128 oder EAN-128 bekannt. Da der Code vier verschiedene Breiten unterstützt, können Daten viel effizienter gespeichert werden.

GS-1

Der GS-1-Barcode ist abgeleitet vom Code 128 Barcode. Er ist besonders in der Industrie weit verbreitet, da er hier als neuer Standard definiert und eingeführt wurde. Mit diesem Code können häufig verwendete Daten zusammen mit einer Kennung kodiert werden. Beispiel beinhalten Ablaufdaten, Chargennummern, oder Seriennummern. Die Kennung sagt Ihnen, welche Daten folgen und es ist sogar möglich, mehrere Arten von Daten zu verketten.

Zweidimensionale (2D) Barcodes oder Matrix Codes

Different types of matrix barcodes

Zweidimensionale Barcodes bestehen aus einem Raster aus „Pixeln“, die jeweils einen Ein (Schwarz) oder Aus (Weiß) Zustand haben können. Diese Pixel haben normalerweise eine feste Breite und Höhe. Ein visueller Anker, der Marker oder Symbol genannt wird, erleichtert es den Lesegeräten, den Code zu finden. Sie kennen sicherlich die Quadrate in den Ecken eines QR-Codes. Es gibt jedoch viel mehr Muster in dieser Art von Barcodes, wie zum Beispiel die zentrierten Quadrate des Aztec-Codes oder schwarze Kanten des Data Matrix-Codes.

PDF417

PDF417 barcode example

PDF417 ist eine spezielle Art von Barcode. Hierbei handelt es sich um einen zweidimensionalen, gestapelten Barcode mit einer variabler Linienbreite. Dies führt zu einer sehr hohen Datendichte. Aufgrund dieser hohen Dichte ist ein sauberer hochauflösender Druck zwingend erforderlich. In dem PDF417 Barcode Format können ungefähr 2725 Nummern oder 1850 alphanumerische Zeichen gespeichert werden. Die Nutzung umfasst heute vor allem Papier-Bordkarten von Fluggesellschaften, maschinenlesbare Zonen von Führerscheinen, Visa und Ausweisen. Auch in der Logistikbranche sind PDF417 Codes sehr verbreitet.

Erfahren Sie mehr über das PDF417 Format

Data Matrix

Data Matrix

Der Data Matrix-Barcode wurde 1987 erfunden und im Jahr 2000 zu einem ISO / IEC-Standard erklärt. Der Code speichert zwischen 6-3116 Nummern oder 3-2335 alphanumerischen Zeichen. Da die gedruckte Größe sehr klein sein kann (2,5 x 2,5 mm), ist dieser Barcode ideal für kleine industrielle Teile. Der Barcode des Data Matrix-Typs verwendet eine feste, schwarze, L-förmige Umrandung als Markierung.

Erfahren Sie mehr über das Data Matrix Format

QR Code

QR Code example

Der QR-Code eroberte die Welt in rasantem Tempo. Er wurde 1994 in Japan  eingeführt und im Jahr 2000 zu einem ISO / IEC-Standard erklärt. Durch die Markierungen in den Ecken ist er einfach mit einem Mobiltelefon zu scannen. Zudem wird durch die Verwendung von QR-Codes viel Zeit gespart, da die manuelle Dateneingabe auf dem Smartphone ersetzt wird. Zu den modernen Anwendungen des QR-Codes gehören das Speichern von WLAN-Zugangsdaten, Kalenderereignissen, Visitenkarten oder Standortmarkierungen. Sie eignen sich perfekt für Printmedien und Werbung.

Aztec Code

Aztec Code

Der Aztec-Code ähnelt dem QR-Code, hat jedoch einen einzelnen Marker in der Mitte. Er funktioniert sehr gut mit Hardware-Scannern, auch wenn der Code nicht perfekt ausgerichtet ist. Der Scanner muss nicht einmal den Rand des Codes sehen. Der Marker wird erkannt und die Daten um ihn herum werden gelesen. In der Vergangenheit war dies die beste Lösung aller Arten von Barcodes für das Mobile Ticketing. Beim Mobile Ticketing lässt man sich den Code auf dem Smartphone anzeigen, um ihn anschließend mit einem Hardwarescanner zu scannen.

Andere Arten von 2D Barcodes

Andere 2D-Barcodes verwenden Punkte oder farbige Dreiecke, um effizienter zu sein. Diese Standards sind jedoch nicht sehr üblich. Daher konzentriert sich die Industrie konzentriert hauptsächlich auf die oben genannten 3 Arten zweidimensionaler Barcodes.

Die größten Vorteile in verschiedenen Branchen

Der größte Vorteil der Verwendung von Barcodes in der Industrie ist die Fähigkeit, Dokumente, Objekte oder Personen mit einem Code zu identifizieren, der automatisch verarbeitet werden kann. Hierbei gewährleisten Fehlerbehandlung und Prüfsummen eine 100% korrekte Ausgabe. Diese ist für perfekte Automatisierungsabläufe entscheidend. Auch die Geschwindigkeit des Scannens kann wichtig sein. Durch eine automatisierte Prozessabwicklung beim Boarding am Flughafen oder im Paketzentren in Logistikunternehmen können die benötigten Scanzeiten erheblich reduziert werden. Dieser Vorgang wird auch als „automatische Identifikation und Datenerfassung“ bezeichnet und AIDC genannt.

Logistik

Bill of Lading and Container Ship

In der Logistikbranche muss alles von Sendungen und Produkten bis hin zu Bestellungen und Personen in den verschiedenen Phasen des Arbeitsablaufs Ihres Unternehmens erfasst werden. Hierbei werden vielfach SSCCs (Serial Shipping Container Codes) verwendet, die eine Unterkategorie von GS-1 und einen Standard zur Identifizierung von Logistikeinheiten darstellen. Eine perfekte Lösung, um die gesammelten Daten zu nutzen und jederzeit den Überblick zu bewahren. Zudem werden Probleme wie beispielsweise verspätete Lieferungen oder fehlende Artikel frühzeitig erkannt, und können so deutlich schneller gelöst werden.

Erfahren Sie mehr über das mobile Scannen in der Logistik

Gesundheitswesen/Krankenhäuser

Hospital and wristband for patient identification and medication plan with data matrix barcode

In Krankenhäusern und Kliniken werden oftmals Armbänder zur Identifizierung von Patienten verwendet. Diese Armbänder sind eine kostengünstige und ausfallsichere Lösung. Zudem funktionieren sie mit vielen Arten von Barcodes wie beispielsweise dem Code 128 oder Aztec Code.

Auch das Medikamenten-Management kann mit scanbaren Barcodes, die viele wertvolle Patientendaten enthalten, sehr viel effizienter gestaltet werden.

Erfahren Sie mehr über mobile Scans im Gesundheitswesen

Fluggesellschaften

Airport and plane ticket and luggage tags with barcodes

Identifizierungsanhänger für Gepäck sind uns allen schon häufig begegnet. Oft werden hierbei Code 128-Barcodes verwendet. Diese decken das gesamte Etikett ab und können somit in jeder Position leicht gescannt werden. Auch die Fahrkartenverifizierung mit mobilen Geräten, wie wir sie inzwischen auch bei der Deutschen Bahn kennen, wird üblicherweise als Aztec- oder QR-Code implementiert. Papiertickets verwenden währenddessen weiterhin den PDF417-Standard.

Point-of-Sale Management (POS)

local shop that uses membership cards with barcodes to identify customers and price tags with aztec codes to identify products

Verfolgen Sie die Ladenhüter oder Cash-Cows in Ihrem Unternehmen in Echtzeit. Sehen Sie, wann genau die jeweiligen Produkte über die Kasse gehen und analysieren Sie hiermit auch die Leistung Ihres Marketings. Auch saisonale Änderungen können erkannt, und dieses Wissen in Zukunft gewinnbringend verwendet werden. Mit Hilfe von Mitglieds-Karten oder Treuepunktsystemen können Sie zudem die Vorlieben Ihrer Kunden identifizieren, persönliche Profile erstellen und Muster im Einkaufsverhalten erkennen.

Dies sind nur einige Anregungen zur Verwendung von Barcodes in der Industrie. Mobile Barcode-Scanning-SDKs ermöglichen eine Vielzahl an Optionen in der digitalisierten Industrie. Zudem ermöglichen Ihnen moderne, plattformübergreifende Anwendungen es Ihnen, Ihre Workflows zu verbinden und effizienter zu gestalten.

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Max Stratmann

Vertriebsleiter

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