Barcodetypen: Eine Übersicht

Barcodes gibt es seit über 50 Jahren. Seitdem sind sie für die Datenspeicherung und den Datenabruf unerlässlich geworden. Damals haben die Codes durch die Verwendung von UPC– und EAN-Codes auf Produkten an Bedeutung gewonnen und so beispielsweise die Kundenabwicklung an Supermarktkassen um ein Vielfaches beschleunigt. Seitdem wurden viele verschiedene Arten von Barcodes entwickelt, wobei die 30 wichtigsten Varianten überall auf der Welt zum Einsatz kommen.

Die verschiedenen Barcode-Typen lassen sich in eindimensionale (1D) und zweidimensionale (2D) Barcodes einteilen. Inzwischen werden sogar dreidimensionale (3D) Barcodes in verschiedenen Branchen erprobt.

Eindimensionale Barcodes bestehen lediglich aus Strichen und werden meist mittels Laserscanner horizontal eingelesen. Zweidimensionale Codes nutzen auch die Vertikale, weswegen ein Gerät mit Kamera, etwa ein Smartphone, zum Scannen benötigt wird. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die beliebtesten Barcode-Typen und ihre Eigenschaften.

Eindimensionale (1D) Barcodes / lineare Barcodes

One-dimensional (1D) barcodes or linear barcodes example

Eindimensionale Barcodes können nur eine sehr begrenzte Menge an Daten enthalten, kodiert durch die Striche und ihre unterschiedlichen Abstände zueinander. (Daher die Bezeichnung "lineare Barcodes".) Da 1D-Barcodes von kostengünstigen optischen Laserscannern eingelesen werden können, finden Sie in den verschiedensten Branchen Anwendung. Wenn Ihr Gerät zweidimensionale Codes wie QR lesen kann, ist auch das Scannen von 1D-Barcodes möglich. Ihr Smartphone verfügt wahrscheinlich von Haus aus über diese Funktion. Für Unternehmen stellt die Verwendung einer leistungsstarken Scan-Software den Schlüssel für effiziente Arbeitsabläufe in unterschiedlichsten Bereichen dar, z. B. Einzelhandel, Logistik, Versicherungen, Gesundheitswesen.

Code 39

Example of Code 39
  • Art: Linien mit zwei verschiedenen Strichstärken
  • Max. alphanumerische Zeichen: variabel
  • Anwendung: Industriell
  • ISO/IEC-Zertifikat: ISO/IEC 16388

Erfahren Sie mehr über Code 39

Als einer der ersten linearen Barcodes kodiert Code 39 lediglich Ziffern, Großbuchstaben und einige Sonderzeichen. Er beansprucht relativ viel Platz, weswegen er sich nicht zum Aufbringen auf kleinere Gegenstände eignet. Hier wurde durch die Einführung von Code 128 Abhilfe geschaffen.

Code 128

Example of Code 128
  • Art: Linien mit vielen verschiedenen Strichstärken
  • Max. alphanumerische Zeichen: variabel
  • Anwendung: Hohe Verbreitung in allen Branchen
  • ISO/IEC-Zertifikat: ISO/IEC 15417

Erfahren Sie mehr über Code 128

Code 128 kodiert den kompletten ASCII-Zeichensatz und enthält stets eine Prüfziffer — ein merklicher Fortschritt gegenüber Code 39. Er enthält mehr Daten, nimmt dabei aber weniger Platz in Anspruch, und findet daher starke Verwendung im Warentransport.

GS1–128

Example of GS1–128 barcode

Erfahren Sie mehr über GS1-128

Beim GS1-Barcode handelt es sich um einen Substandard zu Code 128. Er ist in der industriellen Fertigung stark verbreitet, da er die Datenstruktur (GS1) mit einem Datenträger (Code 128) verbindet. So lassen sich Bestellnummern, Gewichte, Herstell- und Verfallsdaten sowie Lagerplatznummern kodieren.

EAN (European Article Number)

Example of EAN code
  • Art: Linien mit vielen verschiedenen Strichstärken
  • Max. alphanumerische Zeichen: 8 oder 12 Ziffern
  • Anwendung: Einzelhandel
  • ISO/IEC-Zertifikat: ISO/IEC 15420

Erfahren Sie mehr über EAN

Europäischen Lesern sind EAN-Code bestens bekannt, denn im Einzelhandel finden sie breite Anwendung. Sie können bis zu 13 Ziffern kodieren und werden auch für die ISBN (International Standard Book Number) verwendet. Ein amerikanisches Pendant zu EAN ist UPC (Universal Product Code). Sowohl EAN als auch UPC sind als GS1-Standards definiert.

Zweidimensionale (2D) Barcodes / Matrix-Codes

Examples of 2D barcodes

Zweidimensionale Barcodes bestehen aus einem Raster aus Pixeln, die jeweils einen Zustand "ein" (schwarz) und "aus" (weiß) haben können. Diese Pixel haben normalerweise eine feste Breite und Höhe. Ein visueller Anker, der Marker oder Symbol genannt wird, erleichtert es den Lesegeräten, den Code zu finden. Ein Beispiel hierfür sind die Quadrate in den Ecken eines QR-Code. Weitere Markertypen sind das zentrale Quadrat im Aztec Code und die schwarzen Kanten des Data Matrix Code.

Da zweidimensionale Codes sowohl horizontal als auch vertikal gescannt werden, können sie mehr Daten speichern und beanspruchen dabei eine geringere Fläche. Gleichzeitig verfügen sie über eine hohe Fehlertoleranz. Somit liefern sie auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder bei einer teilweisen Beschädigung des Codes akkurate Ergebnisse. Leider können 2D-Codes nicht von herkömmlichen Laserscannern für 1D-Codes eingelesen werden. Stattdessen wird ein Lesegerät mit Kamera (z. B. ein Smartphone) benötigt.

PDF417

Example of PDF417 code
  • Art: Gestapelte Linien mit vielen verschiedenen Strichstärken
  • Max. alphanumerische Zeichen: variabel
  • Anwendung: Logistik, Tickets Führerscheine, Visen, Personalausweise
  • ISO/IEC-Zertifikat: ISO/IEC 15438

Erfahren Sie mehr über PDF417

Im Gegensatz zu anderen 2D-Barcodes besteht der PDF417-Code aus mehreren übereinander angeordneten eindimensionalen Strichcodes. Der United States Postal Service verwendet ihn für Briefmarken und das Department of Homeland Security für Führerscheine und Personalausweise.

In einem PDF417-Code befindet sich links das Start- und rechts das Endmuster, während die Daten selbst durch den Bereich dazwischen kodiert werden. Da die Ausmaße des Codes variabel sind, ist er vielseitig einsetzbar.

Data Matrix

Example of Data Matrix code
  • Art: Pixel-Matrix mit L-förmigem Rand als Marker
  • Max. alphanumerische Zeichen: 3116
  • Anwendung: Luftfahrt, Automobilbranche, Elektronik
  • ISO/IEC-Zertifikat: ISO/IEC 16022

Erfahren Sie mehr über Data Matrix

Die namensgebende Matrix dieses zweidimensionalen Barcodes besteht aus schwarzen ("an") und weißen ("aus") Zellen. Der schwarze, L-förmige Rand zeigt die Ausrichtung des Codes an, während das alternierende Muster auf den gegenüberliegenden Seiten die Zeilen und Spalten nummeriert. Je nach Größe kann ein Data Matrix Code mehr als 2000 Zeichen kodieren, wodurch sich eine relativ große Datenmenge auf sehr kleinem Raum speichern lässt. Wird ein solcher Code beispielsweise in ein Bauteil eingestanzt, lässt sich dieses über die gesamte Lebensdauer schnell identifizieren.

Aztec Code

Example of Aztec Code
  • Art: Pixelmatrix mit Marker im Zentrum
  • Max. alphanumerische Zeichen: 3832
  • Anwendung: Logistik, Gesundheitswesen
  • ISO/IEC-Zertifikat: ISO/IEC 24778

Erfahren Sie mehr über Aztec Code

Seinen Namen hat der Code von dem Quadrat in der Mitte, welches einer aztekischen Pyramide ähnelt. Dadurch ist keine "Ruhezone" an den Rändern notwendig, was wiederum Platz spart. Aztec Codes werden spiralförmig vom Mittelpunkt ausgehend eingelesen und verfügen über die gleiche Fehlerprüfung wie QR Codes. Im öffentlichen Personentransport sind sie weit verbreitet, so auch bei der Deutschen Bahn.

QR Code

Example of QR Code
  • Art: Pixelmatrix mit Markern in den Ecken
  • Max. alphanumerische Zeichen: 7089
  • Anwendung: Marketing, öffentlicher Personennahverkehr, Paketzustellung
  • ISO/IEC-Zertifikat: ISO/IEC 18004

Erfahren Sie mehr über QR Codes

Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones wurde dieser Barcode immer beliebter. An den drei Quadraten, die dem Lesegerät seine Position anzeigen, ist er leicht zu erkennen. Ein Scan genügt, um eine Website aufzurufen oder sich mit einem WLAN-Netzwerk zu verbinden. Inzwischen werden QR Codes auch zur Kodierung von Informationen auf Covid-19-Impfzertifikaten verwendet. Dank Fehlerkorrektur nach Reed-Solomon-Codierung lassen sich QR Codes auch dann noch korrekt auslesen, wenn ein beträchtlicher Teil der Matrix fehlt, weswegen sie sich besonders für Tickets und ähnliche Anwendungen eignen.

Andere Arten von 2D Barcodes

Da zweidimensionale Barcodes im Vergleich zu ihren eindimensionalen Pendants noch relativ neu sind, ist die Anzahl der unterschiedlichen Varianten noch recht gering. Einige spezielle Anwendungsmöglichkeiten sind dennoch erwähnenswert: So wurde kürzlich der Swiss QR Code in der Schweiz als Standard zur Kodierung von Rechnungen eingeführt. Finanztransaktionen innerhalb der EU lassen sich mit Barcodes schnell verarbeiten, dank GiroCodes. Die British Royal Mail verwendet derweil eine eigene Version des Data Matrix Code zur Ausgabe von maschinenlesbaren Briefmarken. Inzwischen werden Barcodes sogar in harten Materialien eingestanzt, wodurch eine zusätzliche Dimension ins Spiel kommt: 3D-Barcodes! Man darf gespannt sein, welche Anwendungsmöglichkeiten für Barcodes in Zukunft noch entstehen werden.

Examples of other types of 2D barcodes

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