Digitalisierung von Versicherungen: Die Top 3 Technologietrends 2022

Die letzten Jahre haben deutlich gezeigt, dass Versicherungsunternehmen ihren Kund:innen einen digitalen Zugang zu ihren Produkten schaffen müssen, um am Markt bestehen zu können. Die Digitalisierung der Branche schreitet unaufhörlich voran, weswegen jede Chance genutzt werden sollte, veraltete, papierbasierte Prozesse durch zeitgemäße Alternativen zu ersetzen und damit die Kundenzufriedenheit zu steigern. In diesem Artikel beleuchten wir aktuelle Technologietrends in der Versicherungsbranche – und wie diese zur Implementierung digitaler Workflows genutzt werden können.

Digitale Innovationen für Versicherungsanbieter

Heutzutage können wir praktisch all unsere Angelegenheiten online erledigen. Nur mehr selten nehmen wir ein Blatt Papier in die Hand. Doch nicht in allen Bereichen wird es Kund:innen so einfach gemacht: Gerade Versicherungen entgegneten dem digitalen Wandel bisher zurückhaltend. Nun ist jedoch offensichtlich, dass unzureichend digitalisierte Prozesse langfristig ihr Wachstum gefährden. 

Zwar erhöhen unsichere Zeiten die Nachfrage nach Versicherungsprodukten. Zunehmend suchen Neukund:innen aber nach Versicherern, mit denen sie in erster Linie online in Kontakt treten können. Laut PwC sehen 41 % der Bestandskunden in mangelnder Digitalisierung einen Grund, ihren Versicherungsanbieter zu wechseln.

Folglich muss eine solide Digitalstrategie für jeden Versicherer höchste Priorität haben. Nur so kann heute der Kundenstamm erhalten und vergrößert werden. Dies erfordert jedoch eine komplexe technologische Infrastruktur. 

Die Möglichkeit, Daten in der Cloud abzulegen, ist ein Kernelement eines solchen Systems. Ein ortsunabhängiger Zugriff auf die benötigten Informationen ist essenziell für die Digitalisierung in der Versicherungsbranche. Zugleich muss aber auch die Datensicherheit gewährleistet sein, besonders wenn es um die Datensätze der Kund:innen geht. Davon betroffen sind sowohl digitalisierte Unterlagen als auch für Policen relevante personenbezogene Daten.

1. Kundendaten als Treiber für individualisierten Service

Viele Kund:innen generieren konstant große Mengen an Daten, darunter Gesundheitsdaten. Versicherer könnten diese dazu verwenden, ihnen individualisierte Versicherungsprodukte anzubieten – ausdrücklicher Zugriff vorausgesetzt. Dank tragbarer smarter Technologie lassen sich diverse Gesundheitsparameter beobachten, die auch für Risikoeinschätzungen relevant sein können. 

Auch die Versicherten ziehen daraus Vorteile: Sie werden für eine gesunde Lebensweise belohnt und profitieren von auf sie zugeschnittenen Policen. Gerade um die jüngere Generation anzusprechen, müssen Versicherer den Fokus auf personalisierte Angebote legen, die auf die Bedürfnisse der Kund:innen zugeschnitten sind. Flexible Produkte, deren Umfang sich nach den individuellen Umständen der Versicherten richtet, treffen bei der jungen Zielgruppe auf besonderes Interesse. PAYL-Modelle (“Pay As You Live”) belohnen einen gesunden Lebensstil beispielsweise durch reduzierte Beiträge.

Verständlicherweise haben Versicherer Bedenken dabei, sensible Kundendaten an Cloud-Anbieter zu übermitteln. Genauso muss aber sichergestellt sein, dass digitale Kundeninformationen sicher verwahrt werden, noch bevor sie in die Cloud gelangen. So verbleiben im Falle einer App die Daten idealerweise einzig auf den Geräten der Kund:innen. Und das so lange, bis diese den Versicherern Zugriff gewähren und der Übertragung an externe Server zustimmen.

2. Künstliche Intelligenz in der Risikoeinschätzung und bei Schadensfällen

Da eine mangelhafte Risikoeinschätzung zu finanziellen Verlusten führen kann, sträubten sich Versicherungen bislang gegen eine Digitalisierung dieses Bereichs. Infolge der COVID-19-Pandemie und der damit einhergegangenen Kontaktbeschränkungen setzte ein Umdenken ein. 

Per KI können automatisch relevante Informationen gesammelt, Risikoeinschätzungen vorgenommen und angemessene Versicherungsbeiträge ermittelt werden. Versicherungen profitieren in hohem Maße von der Automatisierung, da sie interne Prozesse beschleunigt, Wartezeiten verkürzt und somit die Kundenzufriedenheit steigert.

Eine ähnliche Wirkung lässt sich durch die automatisierte Bearbeitung von Schadensfällen erzielen. Hierfür benötigen Kund:innen die Möglichkeit, ihre Dokumente direkt in die Cloud des Versicherers hochzuladen. Bei ausreichender Qualität lassen sich anschließend alle notwendigen Daten softwaregestützt extrahieren. Ein entsprechend konfiguriertes Backend aufseiten des Versicherers ist dabei genauso wichtig wie eine mit einem hochwertigen Dokumentenscanner ausgestattete Kunden-App.

Digital document processing

3. Die digitale Dokumentenverarbeitung als Grundlage für automatisierte Versicherungsprozesse

Versicherungsunternehmen müssen täglich eine Flut von Papierunterlagen bewältigen. Daher bilden digitale Dokumenten-Workflows die Grundlage für den digitalen Wandel der Branche. Ob Angebote, Forderungen, Rechnungen oder Verlängerungen: Jeder Bereich des Tagesgeschäfts baut auf einer Vielzahl von Unterlagen und der damit verbundenen manuellen Eingabe von Daten auf. Dementsprechend groß ist das Potenzial für Effizienzzuwächse und gesteigerte Kundenzufriedenheit aufgrund kürzerer Wartezeiten.

Im ersten Schritt sollte ein Versicherer seinen Kund:innen eine Versicherungs-App mit einem leistungsfähigen und benutzerfreundlichen Dokumentenscanner zur Verfügung stellen. Funktionen wie Unschärfeerkennung, Perspektivkorrektur und automatisches Zuschneiden erleichtern den Versicherten das Erstellen hochwertiger Scans.

Im nächsten Schritt wird das aufgenommene Bild mittels OCR-Texterkennungsverfahren in eine durchsuchbare PDF-Datei umgewandelt. Nur dann kann eine automatische Weiterverarbeitung durch das Backend erfolgen.

Erschwert wird die Datenextraktion von der Vielfältigkeit der relevanten Dokumente. Machine-Learning-Algorithmen können hier Abhilfe schaffen: Die Modelle werden dazu für die Erkennung vieler verschiedener Dokumententypen trainiert. So können sie schnell die benötigten Daten erkennen und als Schlüssel-Wert-Paare extrahieren – das ideale Format für die Weiterverarbeitung.

Das Scanbot Document Scanner SDK lässt sich in jede beliebige iOS- oder Android-App integrieren, um eine automatisierte Dokumentenverarbeitung zu ermöglichen. Die benutzerfreundliche Bedienung und diverse Funktionen zur Verbesserung der Scanqualität sorgen für Backend-taugliche Ergebnisse. Das SDK arbeitet vollständig offline, was maximale Datensicherheit gemäß DSGVO garantiert.

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