UPC / EAN-Codes – Was jeder über diesen weitverbreiteten Barcodetypen wissen sollte

10.2.2021

Was genau ist ein UPC / EAN-Code?

Beschäftigen wir uns nun zunächst einmal kurz mit den Abkürzungen der Symbologien EAN und UPC: Während EAN für European Article Number steht, ist ein UPC der Universal Product Code. Beide Namen sind jedoch eher irreführend, da die EAN nicht nur in Europa, sondern weltweit genutzt wird, während der UPC nicht so universell ist, wie der Name andeuten mag – er wird nämlich mittlerweile nur noch in den USA und Kanada verwendet. Internationale Unternehmen, die auch in Nordamerika tätig sind, nutzen daher meist den UPC-Standard, um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden. Universell sind beide Codes jedoch in der Anwendung, denn sie werden weltweit zur Kennzeichnung zahlloser, verschiedener Konsumgüter eingesetzt.

Die technischen Details der UPC- und EAN-Barcodes im Überblick

Sowohl UPC- als auch EAN-Codes gehören zu den eindimensionalen (1D) Strichcodetypen und können somit mit jedem herkömmlichen Hardware-Barcodescanner und Mobilgerät, welches über eine Rückfahrkamera sowie eine App mit integriertem Barcode Scanner verfügt, ausgelesen werden. Eingeführt wurden die beiden Standards in den 1970er-Jahren, wobei der UPC-Code rund drei Jahre vor dem EAN-Code veröffentlicht wurde. Heute wird der UPC jedoch als Substandard des EAN-Codes aufgeführt. Ein insbesondere für die Anwendung relevantes Merkmal ist, dass beide Barcodetypen lediglich Zahlen in Form der Global Trade Item Number (GTIN) speichern können, jedoch keine Buchstaben.

Was ist der Unterschied zwischen EAN- und UPC-Codes?

Der Aufbau der beiden Barcode-Standards ist fast gleich. Sie bestehen beide aus schwarzen und weißen Balken mit unterschiedlicher Breite, in denen die Informationen als GTIN kodiert sind. Zudem befinden sich die jeweils auf dem Strichcode gespeicherten 12- (UPC) oder 13-stelligen (EAN) Ziffern in Klarschrift auch am unteren Teil des Codes. Diese numerischen Zeichen geben unter anderem Auskunft über den Hersteller oder die Produktart. Dem EAN-Code wird zusätzlich eine weitere Zahl am Anfang der Nummernfolge hinzugefügt, dadurch verschieben sich die einzelnen Zeichen um eine Stelle, während das “>” Zeichen das Ende des Codes signalisiert. Ist die erste Ziffer innerhalb der Reihenfolge einer EAN eine 0, so handelt es sich um einen in das EAN-Format umgewandelten UPC-Code.

Trotz der veränderten Zahlenreihenfolge sind die Balken bei beiden Barcodes exakt gleich und enthalten dieselben numerischen Zeichen, die am unteren Rand auch in Klarschrift zu finden sind.

Folgende Informationen sind nach GS1-Standard in Form der GTIN in EAN-Codes gespeichert:

EAN

Der Ländercode gibt hierbei das Land an, in dem der Hersteller seinen Sitz hat, nicht jedoch das Produktionsland. In der Artikelnummer können Eigenschaften des Produkts festgehalten werden, wie zum Beispiel Gewicht, Größe oder Farbe. Ist dem Code eine 0 vorgestellt, so handelt es sich für gewöhnlich um einen umgewandelten UPC-Code.

UPC

Ein wenig anders sieht es beim UPC-Code aus: So gibt die erste Ziffer der GTIN an, um welche Art von Produkt es sich handelt. Darauf folgen der Herstellercode und die Artikelnummer sowie die Prüfziffer ganz am Ende.

Essenziell ist hierbei die Registrierung der Nummern bei den rund 150 GS1-Mitgliederorganisationen, um die Eindeutigkeit der Barcodes zu garantieren. Derzeit nutzen rund 2 Millionen Firmen weltweit diesen Barcode-Standard.

Die Standardgröße beider Barcodetypen beträgt 37,3 mm x 25,9 mm, sie kann jedoch auch um rund 200% vergrößert, oder um 20% verringert werden, ohne die Lesbarkeit zu gefährden.

Was ist ein EAN-8 Code? Und was sind die Unterschiede zwischen UPC-A und UPC-E?

Werden noch kleinere Barcodes benötigt als oben angegeben, muss auf die Standards EAN-8, oder UPC-E zurückgegriffen werden. Diese Formate speichern deutlich weniger Zeichen, nehmen jedoch auch weniger Fläche ein. So fehlt bei Codes des Typen EAN-8 der Herstellercode vollständig, alle anderen oben genannten Informationen sind jedoch trotz der geringeren Größe vorhanden. Anders ist es beim UPC-E Code, hier bleiben sämtliche Informationen erhalten, während lediglich alle Nullen aus der Zahlenfolge gestrichen werden.

Häufig finden EAN-8- und UPC-A Barcodes Verwendung im in Bereichen wie Apotheken, Drogerien oder in Baumärkten, da sie hier die Auszeichnung sehr kleiner Artikel reibungslos ermöglichen.

Wo werden EAN- und UPC-Barcodes verwendet?

Da diese beiden Barcodetypen nur eine sehr geringe Anzahl von Informationen, in Form der GTIN, speichern können, eigenen sie sich nicht für jeden Anwendungsfall. So wäre es beispielsweise im Bereich Ticketing oder Paketversand unmöglich, alle notwendigen Angaben in einem Code zu speichern.

Für den Einzelhandel, die Lagerhaltung und die Distribution eignen sich 1D-Barcodes im EAN- und UPC-Standard jedoch perfekt. Die im Strichcode enthaltenen Informationen können mittels eines Handscanners oder Mobilgeräts innerhalb kürzester Zeit ausgelesen und weiterverarbeitet werden. Die Filialen oder Lager nutzen dann eigene Datenbanken, um den GTIN z.B. individuelle Preise oder Stückzahlen zuzuweisen. Dadurch, dass der Preis nicht kodiert ist, können Einzelhandelsfilialen so eigenständig Preise mittels ihres Kassensystems festlegen.

Integrierte Barcode-Scanner in mobilen Apps – Vorteile für Mitarbeiter und Kunden

Klassische Handscanner, oder verbaute Scanner an den Kassen der großen Supermärkte: Seit Jahrzehnten bewähren sich konventionelle Lösungen. Inventuren werden noch mit Stift und Zettel erledigt, ebenso wie die wöchentlichen Bestellungen. Dies ist insbesondere in kleineren Filialen häufig noch Alltag. Handscanner bieten hier schon adäquate Alternativen, dennoch müssen sämtliche Daten hier noch an externen Rechnern überprüft und versandt werden. Seit einigen Jahren setzen sich jedoch Smartphones immer stärker durch, die durch unternehmensinterne Apps in die Prozesse integriert sind. Die Scanqualität durch die integrierte Kamera ist dabei heutzutage ähnlich präzise wie spezialisierte Handscanner. Daraus ergeben sich die folgenden Vorteile:

Doch auch für Kunden bieten mobile Apps, die über einen integrierten Barcode Scanner verfügen, erheblich Vorteile. So lässt sich zukünftig beispielsweise ein vollkommen kontaktloses Bezahlsystem realisieren, in dem Kunden in der Filiale Barcodes auf den Produkten selbst scannen, und diese dann online bezahlen können. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Blog Post zum Thema Kontaktloses Bezahlen.

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Max Stratmann

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